Die Johanniter Rettungshundestaffel im Regionalverband München
Die Rettungshundestaffel ist dem Katastrophenschutz der Johanniter-Unfall-Hilfe zugeordnet. Wir arbeiten ehrenamtlich.
Wir können an 365 Tagen - rund um die Uhr - kostenlos über die Polizei alarmiert werden, unsere Einsätze sind kostenlos sowohl für die vermisste Person als auch für die alarmierende Stelle.
Unsere Einsätze sind kostenlos sowohl für die vermisste Person als auch für die alarmierende Stelle. Unsere Einsatzgebiete sind Stadt und Landkreis München. Wir arbeiten eng mit unseren Schwesterstaffeln in Landsberg, Wasserburg und Kempten zusammen und sind als SEG Oberbayern dadurch in ganz Oberbayern aktiv.
Warum der Einsatz von Rettungshunden?
Rettungshunde sind darauf trainiert, in kürzester Zeit große Gebiete nach Vermissten und Verunglückten abzusuchen, zum Beispiel weil
- ältere Personen aufgrund von Verwirrtheitszuständen und dringend benötigten Medikamenten in lebensgefährliche Situationen kommen,
- spielende Kinder sich verlaufen haben,
- Jogger, Mountainbiker oder Reiter nach einem Sportunfall hilflos im Wald liegen,
- Wanderer, Pilzsucher oder Jäger nach einem Schwächeanfall dringend ärztliche Hilfe benötigen,
- Unfallopfer im Schockzustand vom Unfallort fortgelaufen sind,
- suizidgefährdete Personen
gefunden werden müssen.
Bei solchen
Sucheinsätzen
werden Hunde
besonders dann
eingesetzt, wenn andere Suchtechniken wie z.B.
Wärmebildkameras (Polizeihubschrauber) aufgrund dichten
Bewuchses oder Wetterbedingungen nicht eingesetzt werden
können. Da in Oberbayern über 30% der Fläche dicht
bewaldet sind, werden hier Rettungshunde besonders oft
eingesetzt.
Rettungshunde sind effizient und schnell, 2-3 Hunde können
durchaus die Suchkette einer Hundertschaft ersetzen, in
einem Bruchteil der Zeit.
Aber auch bei Katastrophen wie z.B. Gasexplosionen
und Erdbeben, werden immer wieder Rettungshunde
eingesetzt, um Überlebende in den Trümmern aufzuspüren.
Die Einsatztaktik
Wichtig für eine erfolgreiche Suche ist die richtige
Einsatztaktik, das heißt Wahl der richtigen Suchstrategie
unter Beachtung von den herrschenden Verhältnissen im
Suchgebiet wie Wind, Bewuchs, Temperatur, topographische
Besonderheiten etc. sowie des Opferbildes (zum Beispiel
sucht man eine 97jährige Dame anders als einen
Schwammerlsucher). Die Suchteams (HundeführerIn mit Hund plus EinsatzhelferIn) werden vom Einsatzleiter
entsprechend eingeteilt.
Im Verbund mit unseren Schwesterstaffeln können wir mit der "SEG RH Oberbayern" für Flächen- und Trümmersuche eingesetzt werden, und haben Mantrailer in Ausbildung.
In den Einsatz gehen ausschließlich unsere geprüften Rettungshundeteams sowie die Einsatzkräfte ohne Hund, die die vollständige Ausbildung durchlaufen haben und Sanitäter sind.